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Hinweis: Diese Dokumentation beschreibt, wie Objekte in NORA | 360° Personen und Gruppen zugeordnet werden, wie Benachrichtigungen funktionieren und wie Sie die Bearbeitung Ihrer Aufgaben und Vorgänge zeitlich planen können.
In NORA | 360° arbeiten in der Regel mehrere Personen gemeinsam an Aufgaben, Vorgängen und Projekten. Damit jeder weiß, wofür er zuständig ist, und damit nichts in Vergessenheit gerät, bietet NORA | 360° ein durchdachtes System aus Zuweisung, Benachrichtigung und Bearbeitungsplanung.
Jedes NORA | 360° Objekt (Aufgabe, Vorgang, Vertrag usw.) kann einem Bearbeiter und einem oder mehreren Empfängern zugeordnet werden. Diese beiden Rollen haben unterschiedliche Bedeutungen und beeinflussen, wer das Objekt in seinem Eingang sieht:
| Rolle | Beschreibung | Wer kann zugewiesen werden? |
|---|---|---|
| Bearbeiter | Die verantwortliche Person, die das Objekt aktiv bearbeiten soll. Pro Objekt kann genau ein Bearbeiter zugewiesen werden. Der Bearbeiter erhält das Objekt in seinen persönlichen Eingang. | Ein einzelner Benutzer |
| Empfänger | Personen oder Gruppen, die das Objekt in ihrem Eingang sehen sollen, solange kein Bearbeiter zugewiesen ist. Es können mehrere Empfänger zugewiesen werden. Typischerweise wird ein Team als Empfänger gesetzt, damit ein Teammitglied die Aufgabe übernehmen kann. | Einzelne Benutzer und/oder Gruppen, die Mitglied der Gruppe GRP_agorum.smartorga.recipients sind |
Hinweis: Ist ein Bearbeiter zugewiesen, erscheint das Objekt ausschließlich im Eingang des Bearbeiters. Die Empfänger sehen das Objekt in diesem Fall nicht in ihrem Eingang. Erst wenn der Bearbeiter entfernt wird, wird das Objekt den Empfängern im Eingang angezeigt.
Hinweis: Beim Objekttyp Projekt wird das Feld „Empfänger“ als „Teilnehmer“ (englisch: „Participants“) beschriftet. Die Funktion ist identisch: Teilnehmer sehen das Projekt in ihrem Eingang, solange kein Bearbeiter zugewiesen ist. Alle anderen Objekttypen (Aufgabe, Vorgang, Ticket, Sprint, Epic usw.) verwenden weiterhin den Begriff „Empfänger“.
Das folgende Schema zeigt, wie NORA | 360° entscheidet, wer ein Objekt im Eingang sieht:
| Bearbeiter gesetzt? | Empfänger gesetzt? | Wer sieht das Objekt im Eingang? |
|---|---|---|
| Ja | Nein | Nur der Bearbeiter |
| Nein | Ja | Alle Empfänger (direkt oder über Gruppenmitgliedschaft) |
| Ja | Ja | Nur der Bearbeiter – Empfänger sehen das Objekt nicht |
| Nein | Nein | Niemand – das Objekt wird beim Speichern automatisch dem aktuellen Benutzer als Bearbeiter zugewiesen (außer im Status Entwurf oder Abgebrochen) |
Tipp: Wenn ein Bearbeiter eine Aufgabe nicht selbst erledigen kann, entfernt er sich als Bearbeiter. Sind Empfänger hinterlegt, erscheint die Aufgabe daraufhin in deren Eingang, und ein anderes Teammitglied kann sie übernehmen.
Wenn eine Aufgabe an eine Gruppe als Empfänger zugewiesen ist, kann jedes Gruppenmitglied die Aufgabe übernehmen. In diesem Abschnitt erfahren Sie, woran Sie erkennen, ob ein Kollege eine Gruppenaufgabe bereits übernommen hat, und wie Sie eine begonnene Aufgabe wieder an die Gruppe zurückgeben.
Woran erkenne ich, dass jemand die Aufgabe bereits übernommen hat?
NORA | 360° verwendet ein einfaches, aber wirkungsvolles Prinzip: Sobald sich ein Kollege als Bearbeiter einträgt, verschwindet die Aufgabe automatisch aus dem Eingang aller anderen Gruppenmitglieder.
Ist ein Bearbeiter zugewiesen, erscheint das Objekt ausschließlich im Eingang des Bearbeiters. Die Empfänger (die Gruppe) sehen die Aufgabe in diesem Moment nicht mehr in ihrem Eingang.
Für Sie als Gruppenmitglied bedeutet das:
Tipp: Wer die Aufgabe konkret übernommen hat, sehen Sie beim Öffnen der Aufgabe im Feld Bearbeiter in der Objektansicht. Alternativ finden Sie die Aufgabe über den Suchfilter (z. B. Aufgaben) und filtern nach Bearbeiter.
Aufgabe wieder an die Gruppe zurückgeben
Falls Sie eine Aufgabe übernommen haben, sie aber doch nicht selbst bearbeiten können, geben Sie sie einfach an die Gruppe zurück:
Hinweis: Die automatische Zuweisung sorgt dafür, dass die Aufgabe im Status In Bearbeitung oder Abgeschlossen immer einen Bearbeiter behält. In diesen Status kann der Bearbeiter nicht einfach leer bleiben. Setzen Sie den Status daher ggf. zunächst wieder auf Offen oder Warten, wenn Sie die Aufgabe zurückgeben wollen.
Zusammengefasst
| Situation | Was Sie sehen |
|---|---|
| Kein Bearbeiter, nur Gruppe als Empfänger | Aufgabe erscheint im Eingang aller Gruppenmitglieder. |
| Ein Kollege trägt sich als Bearbeiter ein | Aufgabe verschwindet aus dem Eingang der übrigen Mitglieder und liegt nur noch beim Bearbeiter. |
| Der Bearbeiter entfernt sich wieder | Aufgabe erscheint wieder im Eingang aller Gruppenmitglieder. |
Tipp: Wenn Sie eine Gruppe als Empfänger zuweisen, sehen alle Mitglieder dieser Gruppe das Objekt in ihrem Eingang, vorausgesetzt, es ist kein Bearbeiter zugewiesen. Das ist besonders praktisch für Team-Aufgaben, bei denen noch nicht feststeht, wer die Aufgabe übernimmt.
Achtung: Der Status Entwurf ist der einzige aktive Status, bei dem kein Bearbeiter oder Empfänger erforderlich ist. Objekte im Entwurf erscheinen daher nicht automatisch im Eingang anderer Personen. Verwenden Sie den Entwurf-Status, wenn Sie ein Objekt vorbereiten möchten, bevor es an jemanden zugewiesen wird.
Achtung Empfänger-Auswahl: Als Empfänger können nur Benutzer und Gruppen ausgewählt werden, die Mitglied der Gruppe GRP_agorum.smartorga.recipients sind. Damit ein Benutzer oder eine Gruppe als Empfänger zur Verfügung steht, muss ein Administrator diese der Gruppe hinzufügen, siehe NORA | 360° berechtigen.
NORA | 360° stellt sicher, dass aktive Objekte immer einer Person zugeordnet sind. Im Status Entwurf findet keine automatische Zuweisung statt.
In NORA | 360° können Aufgaben und Vorgänge automatisch aktiviert werden, wenn ein anderes Objekt seinen Zustand ändert. Zwei typische Fälle:
In beiden Fällen entscheidet NORA | 360° anhand der Empfängerliste des aktivierten Objekts, ob Sie automatisch als Bearbeiter eingetragen werden. Damit wird sichergestellt, dass Aufgaben nur an tatsächlich zuständige Personen übergeben werden.
Hinweis: Diese Regel greift ausschließlich bei der automatischen Aktivierung durch eine Statusfolge eines anderen Objekts (Kettenaktivierung). Wenn Sie den Status eines Objekts selbst manuell auf To Do, Warten, In Bearbeitung oder Abgeschlossen setzen, gilt weiterhin das im Abschnitt Automatische Zuweisung beschriebene Verhalten. Dort werden Sie unabhängig von der Empfängerliste als Bearbeiter eingetragen, falls noch keiner gesetzt ist.
Wenn Sie einen Bearbeiter oder Empfänger zuweisen, prüft NORA | 360° automatisch, ob die zugewiesene Person Zugriff auf das Objekt hat. Falls nicht, erhalten Sie einen Warnhinweis. Stellen Sie in diesem Fall sicher, dass die Berechtigungen korrekt konfiguriert sind, damit der Bearbeiter das Objekt auch tatsächlich sehen und bearbeiten kann.
Der Eingang ist der zentrale Ort bzw. Ihr digitaler Arbeitsplatz, an dem Sie alle Objekte finden, die Ihnen zugewiesen wurden. Er funktioniert wie ein persönlicher Posteingang für Ihre Arbeit in NORA | 360°.
Im Eingang erscheinen Objekte, wenn:
Hinweis: Aufgaben im Status Offen erscheinen im Eingang für den Bearbeiter oder die Empfänger (siehe Vorrangregel oben). Aufgaben im Status In Bearbeitung erscheinen ausschließlich im Eingang des Bearbeiters. Vorgänge erscheinen nur im Status Offen im Eingang.
Der Eingang zeigt Ihnen auf einen Blick, was zu tun ist. Sie können:
NORA | 360° informiert Sie aktiv über Änderungen an Objekten, die Sie betreffen. So verpassen Sie keine wichtigen Entwicklungen.
Sie erhalten Benachrichtigungen, wenn:
Benachrichtigungen werden an mehreren Stellen angezeigt:
Die Wiedervorlage ist ein leistungsfähiges Werkzeug, um sicherzustellen, dass Objekte nicht in Vergessenheit geraten. Sie funktioniert wie ein Erinnerungssystem: Sie legen ein Datum fest, an dem Sie an ein Objekt erinnert werden möchten.
Tipp: Nutzen Sie Wiedervorlagen, um Aktivitäten gezielt zu planen. Beispiel: Setzen Sie bei einem Vertrag eine Wiedervorlage auf 4 Wochen vor Ablauf, damit Sie rechtzeitig über eine Verlängerung entscheiden können.
Wiedervorlage und Deadline ergänzen sich, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke:
| Wiedervorlage | Deadline (Fälligkeit) | |
|---|---|---|
| Frage | Wann kann/will ich mich darum kümmern? | Wann muss es fertig sein? |
| Funktion | Legt das Objekt auf Eis und bringt es zum gewünschten Zeitpunkt zurück in den Eingang | Markiert einen festen Endtermin mit farbcodierter Warnung und optionaler Erinnerung im Eingang |
| Status-Wechsel | Setzt das Objekt automatisch auf „Warten" | Kein automatischer Statuswechsel; das Objekt erscheint aber automatisch im Eingang, sobald die Erinnerungszeit erreicht ist |
| Typischer Einsatz | „Ich kann das heute nicht erledigen – ich schiebe es auf morgen" | „Das Angebot muss bis Freitag raus" |
Sie können beide Werkzeuge auch kombinieren: Eine Aufgabe erhält eine Deadline als festen Endtermin und wird gleichzeitig mit einer Wiedervorlage so lange geparkt, bis sie tatsächlich bearbeitet werden kann.
Beispiel: Sie haben heute Termine und können eine Aufgabe nicht bearbeiten. Sie setzen eine Wiedervorlage auf morgen früh. Die Aufgabe verschwindet heute aus Ihrem Eingang und erscheint morgen automatisch wieder, ohne dass Sie daran denken müssen.
Tipp: Nutzen Sie die Wiedervorlage aktiv, um Ihren Eingang übersichtlich zu halten. Alles, was Sie gerade nicht erledigen können, aber nicht vergessen dürfen, gehört auf Wiedervorlage.
Damit Sie eine Wiedervorlage besonders schnell setzen können, bietet NORA | 360° auf der Object-Card die Wiedervorlage direkt mit einem Kontextmenü zu setzen. Ein Klick auf den Wiedervorlage-Eintrag öffnet eine Liste vordefinierter Vorschläge, mit denen Sie das Wiedervorlage-Datum ohne Umweg über die Bearbeitungsmaske setzen können.
| Vorschlag | Wirkung, das Objekt wird erneut im Eingang angezeigt: |
|---|---|
| Wiedervorlage in 2 Stunden | 2 Stunden nach der aktuellen Uhrzeit |
| Wiedervorlage in 4 Stunden | 4 Stunden nach der aktuellen Uhrzeit |
| Wiedervorlage morgen | Morgen, 03:00 Uhr |
| Wiedervorlage nächsten Montag | Nächster Montag, 03:00 Uhr |
| Wiedervorlage in 1 Woche | Aktuelles Datum + 1 Woche, 03:00 Uhr |
| Wiedervorlage in 2 Wochen | Aktuelles Datum + 2 Wochen, 03:00 Uhr |
| Wiedervorlage 1. des nächsten Monats | Erster Tag des Folgemonats, 03:00 Uhr |
| Wiedervorlage in 1 Monat | Aktuelles Datum + 1 Monat |
| Wiedervorlage in 3 Monaten | Aktuelles Datum + 3 Monate |
| Wiedervorlage in 1 Jahr | Aktuelles Datum + 1 Jahr |
Tipp: Für individuelle Termine, die nicht durch die Schnellauswahl abgedeckt sind, verwenden Sie weiterhin die Bearbeitungsmaske oder das Datumsfeld.
In den Suchfiltern können Sie gezielt nach Objekten mit Wiedervorlagen suchen:
Die Deadline ist ein optionales Fälligkeitsdatum für Aufgaben, Vorgänge und alle davon abgeleiteten Objekttypen (z. B. Vertrag, Projekt, Ticket, Verkaufschance, Sprint, Epic, Unteraufgabe, Projektaufgabe, Ticketaufgabe, Termin). Sie zeigt jederzeit auf einen Blick, bis wann ein Objekt fertig sein muss, und blendet das Objekt bei Bedarf rechtzeitig wieder in Ihrem Eingang ein.
Eine Deadline besteht aus zwei Angaben:
Aus diesen beiden Werten berechnet NORA | 360° automatisch einen versteckten Erinnerungszeitpunkt (Deadline-Datum minus Vorlauf). Sobald dieser Zeitpunkt erreicht ist und das Objekt noch nicht abgeschlossen ist, erscheint es automatisch im Eingang der zuständigen Personen (Bearbeiter oder Empfänger), auch dann, wenn das Objekt noch im Status Entwurf ist.
Hinweis: Anders als die Wiedervorlage ändert eine Deadline nie automatisch den Status des Objekts. Sie ist eine reine Warnung mit Erinnerung.
In der Objektanzeige wird die aktuelle Deadline farbig hervorgehoben angezeigt. Die Farbe signalisiert auf einen Blick den Dringlichkeitsgrad:
| Farbe | Bedeutung | Tooltip (Beispiel) |
|---|---|---|
| Grau | Deadline ist gesetzt, die Erinnerungszeit ist aber noch nicht erreicht – noch keine Dringlichkeit. | „Deadline am <Datum>. Die Erinnerung ist noch nicht erreicht.“ |
| Orange | Die Erinnerungszeit ist erreicht, die Deadline aber noch nicht überschritten. | „Deadline am <Datum>. Die Erinnerungszeit ist erreicht, die Deadline ist noch nicht überschritten.“ |
| Rot | Die Deadline ist überschritten. | „Deadline am <Datum> überschritten.“ |
Ist eine Deadline gesetzt, aber kein Erinnerungsvorlauf gewählt, erscheint der Chip in Grau mit dem Hinweis: „Deadline am <Datum>. Es ist keine Erinnerung gesetzt.“
Sie können die Deadline in der vollständigen Bearbeitungsmaske oder direkt aus der Object-Card heraus setzen.
Tipp: Wenn das Objekt bisher weder eine Deadline noch einen Erinnerungsvorlauf hatte, schlägt NORA | 360° automatisch Ihren persönlichen Standard-Vorlauf vor (siehe Abschnitt Persönliche Benutzereinstellungen für NORA | 360°). Ist bereits ein Vorlauf gesetzt, wird dieser unverändert übernommen.
Beim Speichern prüft NORA | 360° automatisch, ob eine gesetzte Wiedervorlage nach der Deadline liegt. Ist das der Fall, erscheint ein Hinweisdialog: „Die Wiedervorlage liegt nach der Deadline. Möchten Sie trotzdem speichern?“
So werden Sie darauf aufmerksam gemacht, dass ein Objekt vermutlich zu spät bearbeitet würde und können entweder die Wiedervorlage vorziehen oder die Deadline anpassen.
In den Suchfiltern der betroffenen Objekttypen (Aufgabe, Vorgang und Ableitungen) können Sie gezielt nach Deadlines filtern.
NORA | 360° bietet einen eigenen Reiter mit Ihren persönlichen Einstellungen. Sie erreichen ihn über die Benutzereinstellungen von agorum core im Reiter NORA | 360°.
Im Abschnitt Deadline können Sie festlegen, welcher Erinnerungsvorlauf beim Setzen einer neuen Deadline standardmäßig vorgeschlagen wird. Dieser Wert wird nur dann automatisch verwendet, wenn ein Objekt bisher weder eine Deadline noch einen Erinnerungsvorlauf hatte. Bei Objekten mit einer bereits bewusst gewählten Einstellung wird nichts überschrieben.
Hinweis: Ist keine persönliche Einstellung gesetzt, verwendet NORA | 360° einen System-Standard von 3 Tagen Vorlauf.