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Der Weg zur produktiven Nutzung

Hinweis: Diese Dokumentation richtet sich an Projektverantwortliche, Administratoren und Entscheider, die NORA | 360° in ihrer Organisation einführen möchten. Sie gibt einen Überblick über die notwendigen Schritte von der Planung bis zum produktiven Einsatz.

NORA | 360° ist ein leistungsfähiges Modul für agorum core, das Ihre Unternehmensdaten multidimensional vernetzt. Doch bevor Sie und Ihre Mitarbeiter mit NORA | 360° arbeiten können, muss das System geplant, eingerichtet und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden. NORA | 360° ist kein fertiges Produkt, das man einfach installiert und sofort nutzt. Es ist ein flexibles Framework, das erst durch gezielte Konfiguration und gegebenenfalls Entwicklung zu der Lösung wird, die Ihre Organisation benötigt.

Übersicht über die Einführungsschritte

Die Einführung von NORA | 360° folgt einem strukturierten Prozess. Die folgende Übersicht zeigt die typischen Phasen:

Phase Beschreibung Wer ist beteiligt?
Grundlagen verstehen Konzepte, Architektur und Möglichkeiten von NORA | 360° kennenlernen Projektleitung, Fachabteilung
Beispiele studieren Mitgelieferte Beispiel-Plugins und Demo-Szenarien analysieren Projektleitung, Fachabteilung
Anforderungen designen Eigene Prozesse, Objekttypen und Abläufe konzipieren Projektleitung, Fachabteilung, Entwickler
Konfiguration und Entwicklung Objekttypen erstellen, Ansichten anpassen, Suchfilter einrichten Entwickler
Test und Feinschliff Funktionalität prüfen, Feedback einarbeiten, optimieren Entwickler, Fachabteilung
Schulung und Rollout Benutzer schulen und das System produktiv einführen Alle (Key User)

Phase 1: Grundlagen verstehen

Bevor Sie mit der Einrichtung beginnen, sollten Sie die Kernkonzepte von NORA | 360° verstehen. Dieses Wissen ist entscheidend, um später die richtigen Entscheidungen bei der Konfiguration zu treffen.

Was Sie wissen sollten

Was Sie lesen sollten

Dokumentation Link
Allgemeine Einführung Was ist NORA | 360°?
Übersicht über die Kernfunktionen Kernfunktionen von NORA | 360° 
Vorstellung der zentralen Konzepte Zentrale Konzepte von NORA | 360°

Phase 2: Beispiele studieren

NORA | 360° wird mit mehreren Beispiel-Plugins ausgeliefert, die zeigen, wie das System in der Praxis eingesetzt wird. Diese Beispiele sind der beste Einstieg, um zu verstehen, wie die einzelnen Komponenten zusammenspielen.

Mitgelieferte Module

Modul Beschreibung Typische Objekttypen
NORA | 360° (Basis) Grundfunktionen: Aufgaben, Vorgänge, Verträge, Zeiterfassung Aufgabe, Vorgang, Unteraufgabe, Vertrag, Zeiterfassung
NORA | 360° CRM Kundenbeziehungsmanagement Kunde, Partner, Lieferant, Kontaktperson, Verkaufschance, Ereignis
NORA | 360° Project Projektmanagement mit agiler Methodik Projekt, Epic, Sprint, Projektaufgabe
NORA | 360° Ticket Support- und Ticket-System Ticket-Vorgang, Ticket-Aufgabe

Was Sie aus den Beispielen lernen

Tipp: Installieren Sie die Beispiel-Module in einer Testumgebung und experimentieren Sie damit. Erstellen Sie Testobjekte, navigieren Sie durch die Ansichten und probieren Sie die Suchfilter aus. Dieses praktische Verständnis ist unbezahlbar für die spätere Konfiguration.

Phase 3: Eigene Anforderungen designen

Bevor Sie mit der technischen Umsetzung beginnen, sollten Sie Ihre Geschäftsprozesse und Anforderungen sorgfältig analysieren und in ein NORA | 360° Design überführen.

Leitfragen für das NORA | 360° Design

Objekttypen identifizieren:

Beziehungen definieren:

Prozesse abbilden:

Ansichten planen:

Tipp: Erstellen Sie eine Übersicht Ihrer Objekttypen und deren Beziehungen. Besprechen Sie dieses Design mit den Fachabteilungen, bevor Sie mit der Umsetzung beginnen. Änderungen am Design sind in der Planungsphase deutlich einfacher als nach der Implementierung.

Phase 4: Konfiguration und Entwicklung

Auf Basis Ihres Designs erfolgt die technische Umsetzung. Je nach Anforderung reicht die Bandbreite von einfacher Konfiguration bis hin zu individueller Entwicklung.

Tipp – Entwicklung mit dem ALBERT | AI Dev Studio:
Für die Konfiguration und Entwicklung von NORA | 360° empfehlen wir den Einsatz des ALBERT | AI Dev Studio. Diese KI-gestützte Entwicklungsumgebung ermöglicht es, NORA | 360°-Erweiterungen über natürlichsprachliche Prompts zu erstellen: von Metadatendefinitionen über Objekttypen bis hin zu kompletten Dashboards. Das ALBERT | AI Dev Studio befindet sich derzeit in einer frühen Bereitstellungsphase. Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich direkt an uns.
Für weitere Informationen siehe NORA | 360° mit dem ALBERT | AI Dev Studio entwickeln.

Bestehende Objekttypen nutzen

Im einfachsten Fall reichen die mitgelieferten Objekttypen aus. Sie müssen lediglich:

Bestehende Objekttypen erweitern

Wenn die Standardfelder nicht ausreichen, können Sie bestehende Objekttypen erweitern, ohne den Originalcode zu ändern. Mögliche Erweiterungen:

Diese Erweiterungen erfolgen über sogenannte Override-Declarations in einem eigenen Konfigurationsprojekt. Der Vorteil: Ihre Anpassungen bleiben bei Updates der Basis-Module erhalten.

Eigene Objekttypen erstellen

Für branchenspezifische Anforderungen können Sie komplett neue Objekttypen erstellen. Ein neuer Objekttyp umfasst typischerweise:

Komponente Beschreibung
Metadaten Definition der Felder (Name, Typ, Werte) in einer YAML-Konfiguration
Übersetzungen Bezeichnungen für Felder und Werte in allen benötigten Sprachen
Declaration Zentrale Definition des Objekttyps: Name, Icons, Felder, Beziehungen, Aktionen, Dashboard
Formular (Elements) Aufbau der Bearbeitungsmaske mit Eingabefeldern und Layout
Handler Geschäftslogik beim Speichern, Öffnen oder bei Benutzeraktionen (optional)
Decorator Visuelle Darstellung in Listen und Karten (optional)
Cardlets Eigene Dashboard-Komponenten (optional)

Objektansichten (Dashboards) anpassen

Die Objektansicht ist die zentrale Arbeitsfläche für Ihre Benutzer. Sie besteht aus:

Sie können bestimmen, welche Cardlets angezeigt werden, wie sie angeordnet sind und welche Informationen sie enthalten. Für komplexe Objekte mit vielen Informationsbereichen können Sie Tabs einrichten, um die Inhalte übersichtlich zu gliedern.

Suchfilter einrichten

Suchfilter ermöglichen es Ihren Benutzern, Objekte schnell und gezielt zu finden. Für jeden Objekttyp können Sie konfigurieren:

Gut konfigurierte Suchfilter sind entscheidend für die Akzeptanz des Systems. Benutzer müssen ihre Objekte mit wenigen Klicks finden können.

Phase 5: Test und Feinschliff

Bevor Sie das System produktiv einführen, sollten Sie es gründlich testen:

Tipp: Planen Sie genügend Zeit für den Feinschliff ein. Erfahrungsgemäß ergeben sich aus dem Benutzertest wertvolle Verbesserungsvorschläge, die das System deutlich praxistauglicher machen.

Phase 6: Schulung und Rollout

Die beste Konfiguration nützt wenig, wenn die Benutzer nicht wissen, wie sie das System effektiv nutzen. Eine gezielte Schulung ist daher unverzichtbar.

Schulungsinhalte

Thema Inhalte Zielgruppe
Grundlagen Was ist NORA | 360°? Wie ist die Oberfläche aufgebaut? Wie navigiere ich? Alle Benutzer
Objekte erstellen und bearbeiten Wie erstelle ich Aufgaben, Vorgänge oder andere Objekte? Wie bearbeite ich Felder? Alle Benutzer
Objektansicht nutzen Wie lese ich das Dashboard? Wie nutze ich Cardlets, Informationen und Verknüpfungen? Alle Benutzer
Suchen und Filtern Wie finde ich meine Objekte? Wie nutze ich Suchfilter effektiv? Wie speichere ich Filtereinstellungen? Alle Benutzer
Vorlagen nutzen Wie wende ich Vorlagen an? Welche Vorlagen gibt es? Was wird automatisch erstellt? Fortgeschrittene Benutzer
Zeiterfassung und Budget Wie erfasse ich Zeiten? Wie funktioniert die Budget-Übersicht? Benutzer mit Zeiterfassung
Administration Wie richte ich Ablagebereiche ein? Wie verwalte ich Berechtigungen? Wie erstelle ich Vorlagen? Administratoren

Tipps für einen erfolgreichen Rollout

Zusammenfassung: Was muss eingerichtet werden?

Die folgende Checkliste gibt einen Überblick über die typischen Einrichtungsschritte:

Schritt Beschreibung
Module installieren Benötigte NORA-Module (Basis, CRM, Project, Ticket) installieren
Ablagebereiche einrichten Organisationsstruktur in Ablagebereichen abbilden
Benutzer und Gruppen Benutzer anlegen, Gruppen definieren, Berechtigungen vergeben
Objekttypen anpassen Bestehende Typen erweitern oder neue erstellen
Dashboards konfigurieren Objektansichten mit den richtigen Cardlets und Informationen bestücken
Suchfilter einrichten Filterkriterien für jeden Objekttyp konfigurieren
Vorlagen erstellen Wiederkehrende Strukturen als Vorlagen definieren
E-Mail-Integration Automatische Zuordnung von E-Mails zu Objekten konfigurieren
Benutzer schulen Schulungen durchführen und Dokumentation bereitstellen